Abschlussveranstaltung im Nachbarschaftshaus Urbanstraße
Seit Mai 2025 setzt UfO Berlin in Kooperation mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. und mit Förderung durch die Robert Bosch Stiftung das Projekt „Unabhängige Beschwerdestelle für obdach- und wohnungslose Menschen“ um. Über einen Zeitraum von einem Jahr wurden eingehende Beschwerden systematisch erfasst und ausgewertet.
Am 15. Juni 2026 wurden im Nachbarschaftshaus Urbanstraße die zentralen Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit Vertreter*innen bestehender Beschwerdestrukturen diskutiert.
Die Auswertung zeigt deutlich: Ein Großteil der Beschwerden weist auf mehrdimensionale strukturelle Problemlagen, intersektionale Diskriminierungen sowie Defizite im Rechtsschutz hin. Viele Beschwerden können durch die aktuellen Beschwerdestellen nicht fallführend abgedeckt werden.
Mit Beiträgen aus unterschiedlichen Perspektiven und in einem Podiumsgespräch diskutierten Expert*innen, welche Voraussetzungen eine solche Beschwerdestelle angesichts der komplexen Bedarfslagen erfüllen muss:
- Ein niedrigschwelliger Zugang ist essenziell.
- Eine vertrauensvolle Beratung – idealerweise durch Peers (selbst betroffene Personen) – ist entscheidend.
- Die Rechte der Betroffenen müssen schnell und wirksam durchgesetzt werden können.
Hervorgehoben wurde zudem die Bedeutung einer engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit bestehenden Strukturen. Ziel bleibt es, gemeinsam nächste Schritte zu entwickeln und Wege zu finden, wie die vielfältigen Problemlagen und Beschwerden obdach- und wohnungsloser Menschen in Berlin künftig besser aufgegriffen und effektiver bearbeitet werden können, um einen wirksamen Rechtsschutz sicherzustellen.
Wir bedanken uns bei allen Partnerorganisationen, die uns in der Umsetzung des Projektes unterstützt haben.
